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Wie alles begann

Die Methode

Funktionale Integration - FI

Bewusstheit durch Bewegung - ATM

Feldenkrais und Klettern

 

Feldenkrais und Klettern

 

Klettern seit über 20 Jahren auf hohem Niveau bedeutet, sich immer wieder mit veränderten persönlichen Vorausetzungen zu arrangieren und zu organisieren. Man wird nicht jünger, und die physischen Veränderungen (z.B. Verletzungen, ermüdete Strukturen oder verlängerte Regenerationszeiten) zwingen einen dazu, seinen Kletterstil, seine Taktik, sein Krafttraining und seine mentalen Fähigkeiten zu verbessern und zu verfeinern.

 

Wie alles begann

 

Nichts passiert zufällig, und so sollte ich meine ersten Erfahrungen mit der Feldenkraismethode machen.

Als ich meine Ausbildung zum B -Trainer begann, buchte ich vor Ort ein paar Stunden Physiotherapie, um den Rehabilitationsprozess meiner frisch operierten Schulter zu unterstützen. Diese Stunden wurden nach der Feldenkraismethode abgehalten.

Zu dieser Zeit war ich verzweifelt, weil die Wiederherstellung der Beweglichkeit meiner Schulter keine Fortschritte machte.

Bereits nach der ersten Behandlung hatte ich deutlich mehr Bewegungsfreiheit im Schultergelenk und das auf eine angenehme, schmerzfreie Art der Behandlung.

Mein operierender Chirurg meinte damals, bei der Schwere der Verletzung könne ich das Klettern an den Nagel hängen.

Durch die Behandlung nach der Feldenkraismethode konnte ich meinen Körper wieder soweit herstellen, dass ich danach noch eine deutsche Meisterschaft gewann, mich so für die Worldgames 2005 in Duisburg qualifizierte und dort meine Wettkampflaufbahn mit einer Bronzemedaille erfolgreich abschließen konnte.

Einige Zeit später begann ich die 5 jährige Ausbildung zum Feldenkraislehrer, und integriere die Methode mit Erfolg in meine Arbeit als Trainer und in mein eigenes Klettern.

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 Die Methode                                   

 

Die Feldenkraismethode teilt sich in zwei Schwerpunkte, die gegenseitig auf einen passiven und einen aktiven Lern - und Bewusstwerdungsprozess wirken. Grundsätzlich wird auf alle physischen Blockaden des Menschen individuell eingegangen. Wichtig für optimale Bewegung ist die Durchlässigkeit des Körpers für die Bewegung. Dafür ist die Funktionstüchtigkeit des gesamten Bewegungsapparates (Gelenke, Muskeln, Nerven, Skelett) entscheidend. Durch den einseitigen Gebrauch unseres Körpers können diese Strukturen überlastet werden, oder sogar degenerieren.

Mit Hilfe von speziell entwickelten Techniken, Bewegungsanleitungen und Bewegungen werden gestresste Strukturen im Körper entlastet und können sich regenerieren.

Im Sport steht die verbesserte Koordination und die damit verbundene Leistungssteigerung und das bewusste, kontrollierte Agieren im Vordergrund.

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Funktionale Integration-FI                                                                                            

 

Eine „FI“ wird als Einzelstunde abgehalten. Der Schüler liegt und wird vom Lehrer sehr sanft bewegt, jeglicher Stress (Schmerz, Angst durch zu große, zu schnelle Bewegungen) wird dabei vermieden, um das Vertrauen und die Neugier des Schülers und seines Nervensystems zu gewinnen. Dabei können sich Spannungen lösen, die den Körper immer gezwungen haben, sich auf eine bestimmte Art zu halten oder zu bewegen. Erst dann sind die Voraussetzungen geschaffen, um dem Schüler sein Potential zu vermitteln und das Neulernen von Bewegung und Koordination zu ermöglichen.

Wenn in bestimmten Körperbereichen (z.B. zwischen den Rippen) keine Bewegung wegen verspannter Muskulatur stattfinden kann, dann hat man auch kein Bewusstsein für diesen Bereich. Wenn in einem Raum nicht genug Licht ist, um ihn zu erhellen, kann man nicht den ganzen Raum wahrnehmen.

Der Lehrer bringt Licht in die verborgensten Bereiche der Bewegung des Schülers, und zeigt ihm, was für ihn möglich ist.

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Bewusstheit durch Bewegung - ATM (Awareness Through Movement)                                                                                           

 

Die ATM - Stunde wird meistens in der Gruppe abgehalten. Der Schüler liegt in der Regel auf einer Matte auf dem Boden. Der Lehrer leitet nun den Schüler an, seine Aufmerksamkeit auf bestimmte Körperpartien zu richten und sich auf eine bestimmte Art und Geschwindigkeit zu bewegen.

Durch diese Aufmerksamkeit entsteht ein aktives Bewusstsein für die eigenen Bewegungen und unnötigen Spannungen in den Muskeln. Oft kann man sich durch diese Übungen von Schmerzen befreien, und sich damit selbst helfen.

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Feldenkrais und Klettern

 

Der Prozess des bewussten Entspannens von Muskeln, die über das limbische System des Gehirns gesteuert werden, gestaltet sich recht schwierig, da dieser Prozess unterbewusst abläuft.

Gelingt dieses Entspannen, sind besser koordinierte Bewegungen möglich, das Bewegungszusammenspiel wird quasi "formatiert" und ein neues Betriebssystem kann "aufgespielt" werden.

Das schafft die Voraussetzung zum Erlernen einer besseren, effektiveren und körpergerechteren Koordination, was sowohl in der FI als auch in der ATM stattfindet.

 

Für das Klettern bedeutet dies,

 

Klettern, im Wechsel mit Feldenkraiseinheiten, schafft

eine optimale, individuelle Lernumgebung, um sein Klettern zu verbessern.

 

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